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Auch in Finnland wird das Grundeinkommen getestet

Auch in Finnland wird das Grundeinkommen getestet
Immer mal wieder wird das System eines bedingungslosen Grundeinkommens getestet – auch in Finnland wird im Jahr 2017 ein solcher Versuch gestartet. Im kommenden Jahr soll ein Expertenteam sich mit den dafür nötigen Reformen beschäftigen. Die Absicht den Versuch eines Grundeinkommens steht im Koalitionsvertrag der neuen finnischen Regierung. Seit fast vier Jahren steckt Finnland in einer Rezession und Experten erhoffen sich von einem bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) eine Vereinfachung ihres Sozialsystems. Ein Gedanke, der Schule machen könnte, stammt dabei von Ministerpräsident Juha Sipilä. Dieser meint, dass man mit dem BGE zum einen die Staatsausgaben verringern könnte und gleichzeitig die Furcht der Menschen wegfallen würde, dass staatliche Zuwendungen wegfallen, wenn jemand einen Job annimmt. Wie hoch das BGE in Finnland für die Testphase sein wird, steht noch nicht fest. Unterschiedliche Medien berichten von rund 800 Euro, was in Finnland ein relativ niedriger Betrag ist. Ein finnischer Durchschnittshaushalt gibt im Monat etwa 3.000 Euro aus. Das BGE soll im kommenden Jahr schon in einem Pilotversuch im holländischen Utrecht getestet werden; in den Jahren 1974 bis 1979 zahlte die kanadische Provinzstadt Dauphin ein Grundeinkommen und machte damit gute Erfahrungen. In der Schweiz sammelt die Initiative einen Volksentscheid über ein Grundeinkommen gerade Stimmen. Die Idee die Steuerpolitik umzustrukturieren und jedem Menschen ein Grundeinkommen zu bezahlen stammt ursprünglich aus dem Roman Utopia, den der britische Autor Thomas Morus schon im 16. Jahrhundert geschrieben hatte.
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